Vogtländisches Freilichtmuseum | Standort Eubabrunn

Erdäpfel 'ne Tog dreimal...

 

»Was der Bauer nicht kennt …«, vor über 300 Jahren hatte die Kartoffel es schwer sich durchzusetzen. Bald änderte sich das und man aß sie sogar dreimal am Tag. Wie kam die Kartoffel ins Vogtland? Wie wandelte sie das Leben der Menschen? Wie wird die Kartoffel angebaut? Diesen und anderen Fragen stellen wir uns. Unsere Kochkiste enthält viele spannende Materialien von der Reise der Kartoffel ins Vogtland bis hin zu faszinierenden naturwissenschaftlichen Experimenten. Lernt mit uns die Kartoffel mit allen Sinnen kennen, denn Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel. Weltweit gibt es knapp 3000 verschiedene Kartoffelsorten. Und sie sehen nicht alle gleich aus und schmecken auch nicht gleich.

Bei einem Besuch in unserem Museumsstandort Eubabrunn erhaltet Ihr Einblicke in das Leben der Kartoffelbauern. Ihr könnt in der Praxis erleben wie Kartoffeln früher angebaut wurden bzw. heute angebaut werden. Zum Abschluss des Museumstages ist die Zubereitung eines Kartoffelgerichtes möglich. Wir freuen uns auf spannende Projekttage mit Euch!

Ablauf des Projekttages in den Schulen

Am Projekttag beschäftigen sich die Schüler*innen zunächst mit der Frage, was ein Freilichtmuseum ist. Erkundet werden hierzu Bildmaterial und ein Plan des Museums. In der anschließenden Fragerunde nähern sie sich dem Leben der Bäuerinnen und Bauern früher. Durchaus überraschende Erkenntnisse bringt das anschließende Spiel „Wo steckt Kartoffel drin?“ International wird es dann bei der (fremd-)sprachlichen Annäherung und der Rolle der Kartoffel in aller Welt. Diese Reise setzt sich im interaktiven Spiel „Die Reise der Kartoffel“ fort, wobei auf einer großflächigen Weltkarte die Reise der Kartoffel nach Deutschland mit ihren verschiedenen Transportwegen- und mitteln nachvollzogen wird. Hierbei werden auch Urkunden in alten Handschriften gemeinsam entziffert. Praktisch bleibt es auch beim Erkunden der Kartoffel mit (fast) allen Sinnen. Die Teilnehmenden riechen, schmecken und fühlen die Knolle. An einen Exkurs zum Kartoffelanbau in vergangenen Zeiten schließen sich spannende Kartoffelexperimente an. Kreativ werden die Schülerinnen schließlich beim Kartoffeldruck. Der Tag endet mit einem Ausblick auf den bevorstehenden Museumsbesuch.

Der Projekttag ist modular aufgebaut. Inhalte und Ablauf können in Absprache mit der Schule variiert werden.

Angebote für die Projektlaufzeit

Deutsch: Analyse von Bildmaterial – Berichten und Erzählen // Bauernleben früher – Erzählen // Wo steckt Kartoffel drin – Raten
Hauswirtschaft: Kartoffeldämpfen
Mathematik: Arbeiten mit Zeiteinheiten: Tage, Stunden // Arbeiten mit Maßeinheiten
Sachkunde: Kartoffelexperimente // Reise der Kartoffel
Kunst: Kartoffeldruck

Zielgruppe

Schüler*innen der Klasse 1 bis 4 Grundschule sowie Klasse 2 bis 6 Lernförderschule

Ziele des Projektes

die Bedeutung der Kartoffel als Grundnahrungsmittel erkennen und schätzen lernen, die Besonderheit eines Freilichtmuseums erkennen und erleben, Kenntisse zum historischen Kartoffelanbau und verschiedenen Kartoffelsorten erwerben, Freude am Lernen, Neugierig machen auf Museen, Erwerb von Grundkenntnissen und Spezialwissen zur Institution Museum und deren Aufgaben und Arbeitsweisen, Fördern von Kreativität und sozialer Interaktion, gemeisam spielerisch Lernen

Angewandte Methoden

  • Interaktives Spiel: "Die Reise der Kartoffel nach Deutschland"
  • Kochen mit Kartoffeldänper und Kochkiste
  • Lesen alter Handschriften
  • Arbeiten mit Bildmateriel und Ausstellungstafeln
  • Bauen einer Kartoffelpyramide
  • Filme schauen und besprechen
  • Kartoffelexperimente
  • Vorführung alter Werkzeuge und Geräte
  • Arbeitsheft
  • Inhalte des Projektkoffers

  • Weltkarte mit Spielfiguren
  • digitaler Bilderrahmen
  • Bildmaterial: Kartoffelanbau früher und heute
  • Kartoffelpresse und Reibe
  • Material für Kartoffelexperimente (Lugolsche Lösung, Pipetten, Krokodilklemmen, LEDs)
  • Kochplatte mit Kartoffeldämpfer
  • Ordner mit Lehrerhandreichung
  • Arbeitshefte
  • zwei Rollups
  • Kartoffelkorb
  • Kartoffelsäcke
  • Kartoffelkratze
  • Am Projekttag werden außerdem verschiedene Kartoffelsorten vom Museumsfeld mitgebracht.
  • Ablauf des Museumsbesuches

    Beim Museumbesuch werden die Klassen geteilt. Eine Hälfte besichtigt das Museum, die andere geht auf das Kartoffelfeld. Zuerst wird aber gemeinsam der große Kartoffeldämpfer gestartet! Die Schüler*innen erfahren dabei wie dieses Gerät funktioniert.
    Im Museum werden anschließend die Kartoffelausstellung und die Wohnstallhäuser besichtigt. So nah lebten damals Mensch und Tier zusammen! Wie das wohl gerochen hat?
    Die andere Gruppe erkundet inzwischen mit unserem Bauern Frank das Kartoffelfeld und übt sich selbst im Kartoffelanbau. Je nach Jahreszeit können Kartoffeln gelegt, Kartoffelkäfer eingesammelt oder Kartoffeln geerntet werden.
    Danach tauschen die Gruppen. Zum krönenden Abschluss gibt´s Kartoffeln aus dem Dämpfer! Vorsicht heiß und lecker!!!

    Kontakt

    Waldstraße 2a
    08258 Markneukirchen Ortsteil Eubabrunn
    037422 6536

    Ansprechpartner:
    Steve Kunze (Museumspädagogik)

    Über das Museum

    Im Vogtländischen Freilichtmuseum gehen kleine und große Besucher*innen auf eine einzigartige Zeitreise. In den über 40 historisch erhaltenen Gebäuden entdecken sie Spuren der letzten drei Jahrhunderte. Dabei betreten sie in unseren beiden Museumsteilen original erhaltene Wohnstuben, Werkstätten, Ställe, Scheunen und Remisen.
    Auf Schaufeldern und in Gärten wird die frühere Landwirtschaft mit einer Vielfalt historischer Getreide- und Kartoffelsorten lebendig. Vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen – Schafe, Ziegen, Schweine, Kaninchen, Hühner und Bienen – machen den Museumsbesuch zu einem Höhepunkt für die ganze Familie.

    Dateien zum Download